Alles begann auf einem Balkon mit einer wundervollen Aussicht auf Lemberg

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Flensburg. ,,Nights Out“ ist ein Indie-Quartett aus Flensburg. Ursprünglich 2015 in der Ukraine gegründet, zogen Ihor, Max und Illia nach Deutschland, wo sie das Projekt Anfang 2018 mit ihrem neuen Bassisten Fernando wiederbelebten. Ihre Musik ist eine Mischung aus sattem Gitarrensound, dynamischen Grooves und leicht mit ,,Autotune“ bearbeiteten Vocals. Die Musiker nennen Künstler wie ,,Bon Iver“, ,,Foals“, ,,SOHN“ und ,,Everything Everything“ als ihre Hauptinspiratoren. Ihre Debüt-EP „Fossil“ wurde Anfang 2018 in Europa veröffentlicht, gefolgt von einem Debüt-Musikvideo für den Titeltrack. Ich hatte die junge Band vor kurzem im Interview.

(Please scroll down for english)

Am besten stellt Ihr euch den Lesern einmal vor, da diese euch wahrscheinlich noch nicht kennen werden.

Nights Out: ,,Hallo, wir sind Nights Out – eine Band aus der Ukraine, die versucht sich in Deutschland zu etablieren.“

Wie habt ihr euch kennen gelernt?

Nights Out: ,,Wir wurden in ganz verschiedenen Teilen der Ukraine geboren, aber dank eines wunderbaren Zufalls begannen wir in Lemberg zu studieren und zu leben. So begann alles auf einem alten Balkon im siebten Stock mit Akustikgitarren und einer wundervollen Aussicht an.“

Was hat euch dazu bewegt die Ukraine zu verlassen? Wie kam es dazu, dass ihr euch für Flensburg bzw. Deutschland entschieden habt?

Nights Out: ,,Wir haben einen Bachelor-Abschluss gemacht und wollten mit Bildung und Musik weitermachen. Wir wussten, dass Deutschland in beiden Kursen einen ziemlich guten Ruf hat. Natürlich war das ein sehr schwieriger Schritt, aber wir haben beschlossen, es zu schaffen.“

Euch fiel es sicher schwer eure Heimat zu verlassen. Dort habt ihr wahrscheinlich Familie und Freunde, die ihr vermisst. Habt ihr noch oft Kontakt?

Nights Out: ,,Ja, sicher. Im Zeitalter der neuen Technologien gibt es keine Probleme mit unseren Familien Kontakt aufzunehmen. Wir haben uns schon daran gewöhnt gehabt, nicht viel Zeit zuhause zu verbringen, als wir unsere Ausbildung in Lviv (Lemberg) angefangen hatten. Aber trotzdem vermissen wir unsere Heimat und versuchen jede Gelegenheit zu nutzen, um etwas Zeit dort zu verbringen.“

Eurer Bassist wollte in der Ukraine bleiben. Wie habt ihr euren neuen Bassisten Fernando kennen gelernt?

Nights Out: ,,Illia traf ihn an der Universität in Deutschland. Beide waren zufällig im selben Deutschkurs eingeschrieben. Es war ein großer und glücklicher Zufall.“

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Nights Out EP „Fossil“

Anfang 2018 habt ihr eine Debüt EP namens „Fossil“ veröffentlicht. Zu dem gleichnamigen Song habt ihr ein Musikvideo gedreht. Wo ist es entstanden?

Nights Out: ,,Das Video wurde in einer kleinen Stadt neben Odessa gedreht. In Iwano-Frankivsk (West-Ukraine) haben wir Szenen im Haus umgesetzt.“

In dem Musikvideo zu „Fossil“ ist eine junge Dame zu sehen. Wie heißt sie und welche Rolle spielt sie in dem Clip?

Nights Out: ,,Ihr Name ist Arsenia. Die Grundidee war, sie könne eine Art Verkörperung der belastenden Vergangenheit sein. Sie will kein Teil von ihr sein, aber diese bleibt und behindert Sie. Die Vergangenheit bleibt immer. Sie kann sie nicht auslöschen.“

Momentan seid ihr für einige Konzerte in Deutschland unterwegs. Seid ihr in der Ukraine auch schon aufgetreten? Ist das deutsche Publikum anders, als in eurer Heimat?

Nights Out: ,,Seit dem wir seit letztem Jahr wieder eine Band sind, haben wir nur in Deutschland gespielt, oder besser gesagt in einem kleinen Gebiet in Norddeutschland. Wir gehen jetzt in die Ukraine. In diesem Monat werden wir einige Gigs und ein Festival spielen, sowie neues Material aufnehmen.“

Es ist schwer zu sagen, ob sich das Publikum sehr unterscheidet. Wir haben sehr nette Leute hier in Deutschland sowie auch in der Ukraine getroffen.

Könntet ihr euch vorstellen in Zukunft einen Longplayer aufzunehmen? Wie ich gelesen habe, seid ihr auf der Suche nach einer Booking Agentur und einer Plattenfirma?

Nights Out: ,,Für den Moment planen wir, einige Singles und vielleicht eine neue EP zu veröffentlichen. Wir haben noch nicht über eine LP nachgedacht.

Ja. Wir suchen nach Booking Agenturen und Labels, um unsere Musik zu promoten. wir möchten damit größere Menschenmengen erreichen.“

Vielen Dank für Eure Zeit und das Interview!

Christina Angrabeit

Links:

https://www.facebook.com/wearenightsout/

https://www.instagram.com/wearenightsout/

Spotify: https://goo.gl/GwdFU7

English version:

It all started on a balcony with a wonderful view of Lviv

Flensburg. „Nights Out“ is an indie quartet from Flensburg. Originally founded in 2015 in Ukraine, Ihor, Max and Illia moved to Germany, where they revived the project in early 2018 with their new bassist Fernando. Their music is a mix of juicy guitars, dancy grooves and lightly autotuned vocals. Musicians cite artists such as „Bon Iver“, „Foals“, „SOHN“ and „Everything Everything“ as their main inspirers. Their debut EP „Fossil“ was released in early 2018 in Europe, followed by a debut music video for the title track. I had the young band recently in an interview.

It would be the best, you introduce yourself to the readers even as they are probably do not know you.

Nights Out: ,,Hi, we are Nights Out – a band from Ukraine trying to establish ourselves in Germany.“

How did you learn you know?

Nights Out: ,,We were born in a completely different parts of Ukraine, but thanks to a wonderful coincidence we started studying and living together in Lviv. So it’s all began on the old balcony on the 7th floor with acoustic guitars and a beautiful view.“

What moves you to leave Ukraine? How did you decide that you chose Flensburg or Germany?

,,We finished a bachelor degree and wanted to move forward with both: education and music. Obviously, we knew that Germany is pretty good at both. Of course, this was a very challenging step but we decided to make it.“

It was certainly hard for you to leave your homeland. There you probably have family and friends you miss. Do you still often have contact?

Nights Out: ,,Yeah, sure. In the era of new technologies there are no problems of contacting with our families. We got used already not to spend much time at home, when we started our education in Lviv. But anyway we miss our homes and try to use every chance to spend some time with.“

Your bassist wanted to stay in Ukraine. How did you meet your new bassist Fernando?

Nights Out: ,,Illia met him at the University in Germany. Both happened to be enrolled in the same German language class. Again, it was such a great and lucky coincidence.“

In early 2018 you released a debut EP called „Fossil“. For the song of the same name you shot a music video. Where did it originate?

Nights Out: ,,The video was shot in a small town next to Odessa. and in Ivano-Frankivsk (Western Ukraine) we shot scenes in the house“

In the music video for „Fossil“ is a young lady to see. What is her name and what role does she play in the clip?

Nights Out: ,,Her name is Arsenia, Originally, we thought about her as of being sort of an embodiment of the encumbering past that you don’t want to be a part of you but it keeps following and hinders you, and you can’t get rid off it. It always stays.“

At the moment you are traveling for some concerts in Germany. Have you also performed in Ukraine? Is the German audience different than in your homeland?

Nights Out: ,,Since we kind of reunited in and relaunched our project last year, we have only played in Germany, or better say in a small area in the Northern Germany. We are going to Ukraine right now. We will have a few gigs there this month, play one festival and record some new material.

It’s hard to say whether the audiences differ much. We’ve met nice people here in Germany, as well as in Ukraine.“

Could you imagine recording a longplayer in the future? As I read, are you looking for a booking agency and a record label?

Nights Out: ,,For now, we plan to release some singles and maybe another EP. Didn’t think about the LP yet.

Yes. We are looking for bookings/labels to promote our music, so we can bring it larger crowds.“

Thank you for the interview and your time!

Christina Angrabeit

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